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Von Till E. & gespiegelten SPIEGELn
Von Tobias Topyla in der Kategorie "Internet - Medien" am 31.08.2005 veröffentlicht.

DER SPIEGEL - die Auflagenstarke Wochenzeitschrift für Hobby-Intellektuelle in Deutschland hat befremdend auf...

...sich zu sprechen gemacht. Spätestens seit 1962, als der SPIEGEL einen kritischen Artikel über die BUNDESWEHR veröffentlichte und daraufhin von der Polizei und sonstigen Ermittlungsbehörden massiv unter Druck gesetzt wurde, sich jedoch zu wehren wusste, ist der SPIEGEL die Quelle um sich auf dem Stand der Dinge aus dem politischen aber auch gesellschaftlichem Leben zu halten. Der vom SPIEGEL zu jener Zeit herbeigeführte Rücktritt des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Strauß wird bis heute als entscheidender Sieg der Pressefreiheit in Deutschland angesehen. In den folgenden Jahren spielte der SPIEGEL weiterhin die bravouröse Rolle des Aufklärers und des "wöchentlich Brot" der Informationshungrigen.

1994 formierte sich im Dunst des mächtigen SPIEGELs aus Hamburg in dem neuen Medium Internet ein neuer Informationskanal: "SPIEGEL Online", war geboren. Ein Online-Magazin im klassischen Sinne - so werden bestimmte Artikel aus der Print-Ausgabe zwar auf SPIEGEL Online veröffentlicht, der Hauptaugenmerk liegt jedoch bei Nachrichten und "selbst recherchierten" Texten der eigenen Redaktion, die unabhängig von der Print-Crew arbeitet. Hier liegt aber auch schon der Knackpunkt: Mitarbeiter des SPIEGEL Online werden zur Zeit beschuldigt diverse Artikel aus der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA nahezu eins zu eins übernommen zu haben, somit kommerziell auf SPIEGEL Online verwertet zu haben, ohne jedoch im geringsten auf den eigentlichen Urheber hinzuweisen. Ein Stilbruch? Kritiker sprechen nicht vom ersten mal. Dies ist in so fern verwerflich, da SPIEGEL Online für den Abruf diverser Artikel aus dem Archiv horrende Summen verlangt, die jedoch, dank des Bekanntheitsgrades, vereinzelt durchaus bezahlt werden. Sind SPIEGEL Online Mitarbeiter also restlos Pseudo-Moralisten, die nicht den geringsten Deut von Journalismus haben und essenzielle Dinge wie die Quellangabe nicht beherrschen? Dumm und Intrigant scheinen sie allemal einigen Zeitgenossen zu sein, zumindest wenn es sich um die Kategorie "Netzwelt" dreht, der obligatorischen Computer-Ecke, die nicht selten tiefe Qualen und Zustände der Aufruhr bei diversen Informatikern und sonstigen Sympathisanten der Szene herbeiführen. Kritiker maßen sich an, die Computer-Ecke des SPIEGEL Online durchaus bewerten zu können - was die restlichen Beiträge anbelangt, halten sie die Füße still, denn hierfür fehlt die Kompetenz dies korrekt einschätzen zu können. Ein Schlag in Gesicht der Kenner dürften jedoch nicht nur die Netzwelt-Artikel sein. Kaum ein gewinnorientiertes Unternehmen, dass zu dieser Thematik Berichterstattung leistet, schafft es im Medien-Format "Online-Magazin" die Thematik so tölpelhaft zu verarbeiten und zu verfälschen wie die SPIEGEL Online Redaktion es in der Netzwelt Tag für Tag beweist. Bisweilen haben wir eine derartig schlecht recherchierte und auf die debilsten Dinge beschränkte Berichterstattung noch nicht erlebt - besser kann dies eigentlich nur die von "NEWS and PICTURES" herausgegebene "Infotainment"-Fernsehsendung "PLANETOPIA" auf SAT1 unter Anleitung des universellen Computer-Experten Peter Huth erledigen. Wir sind uns durchaus bewusst und auch sicher, dass sich irgendwo zwischen all den Lügen, frei nach Till Eulenspiegel, keine Frage - durchaus brauchbare Beiträge befinden, jene jedoch in der SPIEGEL Online Netzwelt aufzufinden, gleicht der Suche nach dem Heiligen Gral.

Die vom SPIEGEL Online in der Netzwelt veröffentlichten "COM!X" sind darüber hinaus derart schlecht, dass man sich mehr als ein mal die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und die Frage nicht los wird, wer denn dies zu verantworten hat und wer zur Hölle so etwas mit Wohlgeschmack konsumiert. Menschen mit Sachverstand sind es jedenfalls nicht. Wir sind nicht blind vor Hass, auch wenn es so wirkt. So etwas wie ein "Copy-&-Paste"-Vorfall darf jedoch nicht passieren, unabhängig davon, dass SPIEGEL Online in der Netzwelt fernab der Wahrheit operiert. Bei einer Auflage von Rund einer Million und einem Heftpreis in Höhe von 3,40 € und unzähligen Nebeneinkünften aus Werbeflächen und diversen Projekten dürfte doch genug Geld vorhanden sein um wenigstens einige kompetente Journalisten und Koryphäen der jeweiligen Fachbereiche einzustellen, zumindest so viele, dass sich ein Team als Lektor betätigt und die vorgelegten Artikel überprüft. Das fehlen jeglicher Kontroll-Instanzen bei SPIEGEL Online, die Ihren Senf unabhängig und unter dem Motto: "Quanität statt Qualität" abgeben, führt jedoch dazu, dass SPIEGEL Online vermehrt selbst zur Schlagzeile wird - Rudolf Augstein dürfte derweil verärgert im Grabe rotieren. Grund genug, weshalb Leser vermehrt Online-Magazine wählen, die "Frei wie der Wind" sind, auch wir profitieren von diesem Vorfall, denn so kann SPIEGEL Online seine Leser eigentlich nur verlieren, in dem Sinne: Willkommen bei TtecX.com - wir befinden uns in wenigen Minuten auf maximaler Reisehöhe und fliegen Sie direkt zur Quelle - legen Sie bitte Ihren Gurt an, den Nachbrenner haben wir noch nicht gezündet. Kein Luftschloss ist groß genug um uns aufzuhalten.




Bild: Der oft belächelte Axel-Springer-Verlag mit dem "Bauern, Idioten, Legastheniker & Deppen"-Format aus Berlin schafft es zumindest mit seinem Computer-Greenhorn-Format "ComputerBILD" den mit weniger Sachverstand gesegneten Menschen eine greifbare Basis zur Verfügung zu stellen, die durchaus dazu geeignet ist verwendet zu werden. Weit Abseits vom Sensationsjournalismus und Lückefüllern wird hier tatsächlich Praxis-Wissen vermittelt, zwar auf niedrigstem Niveau - aber immerhin, auch in der Online-Ausgabe.



Links zum Thema:
Was genau hat SPIEGEL Online verbrochen?
SPIEGELs Stellungnahme kostet Sie 0,50 €.
Offener Brief an SPIEGEL Online
SPIEGEL Online

Sinngemäße Quelle:
Medienrauschen.de



 

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