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 » XGI & S3 - Aus den Augen, aus dem Sinn?



Von Tobias Topyla am 14.03.2005 veröffentlicht.


Intro
Aus den Augen aus dem Sinn? Wieso spricht kaum jemand mehr über die neuen Hoffnungsträger der 3D-Branche. S3, einem der reanimierten 3D-Pioniere oder dem Newcomer XGI - der Grafiksparte von SIS. Bei einigen löst auch nur das erwähnen des Namens dieses Unternehmens starke Begeisterungsstürme aus, bei Anderen wiederum einfach nur Arroganz und sonstige Impertinenz-Syndrome als überzeugter NVIDIA- oder ATI-User. Schuld daran ist wohl die letzte Chip-Generation, die von XGI veröffentlicht und vermarktet wurde. Es kann durchaus sein, dass vorher noch nie der Fall eingetreten ist, dass es sich ein Hersteller in der aufgeweckten Szene und vor allem bei seinen Kunden derart verpfuscht hat. Im Vorfeld sorgte das nicht untätige XGI-Marketing für so viel Spannung, dass die Erwartungshaltung so hoch war, dass XGI am Ende eigentlich nur enttäuschen konnte. Ein klassisches Hype-Opfer. Stichworte wie Multi-GPU-Design, SDR-DDR-2, DX9 usw. ließen SISs letzte Missgeburt a.k.a. "Xabre", schnell vergessen. Doch was war bei Markteinführung passiert? XGI stellte eine im Grunde genommen leicht aufgebohrte Xabre vor - nichts weiter. Statt die Schmach zu beseitigen, wurde sie neu aufgelegt. Peinlich und seltsam zugleich! Die Enttäuschung war wie erwähnt derartig, dass nach wie vor das Vorurteil die Runden dreht, dass XGI nichts auf die Reihe bekommt und auf Lebenszeit zum ewigen "Low-End-Hersteller" verdammt ist. Mit dem kommenden XG45-Chip für den PCI-Express-Bus soll jedoch dieses Jahr alles anders werden. Als sich XGI etwa Mitte 2003 als "DAS neue 3D-Unternehmen" gründete, war bereits klar, dass man zu einem späteren Zeitpunkt einen komplett neuen und eigenen Grafikchip veröffentlichen wolle. Unter dem von SIS geleiteten Protektorat sollte alles klar Schiff gehen und genügend finanziellen Mittel zur Verfügung stellen um die Entwicklung des neuen "Super-Chips" mit genügend Kraft voran zu treiben. Das dieser Chip aber erst gut zwei Jahre später so ganz langsam zur Marktreife gelangen konnte, hatte man wohl damals schon so eingeplant. Die Zeit sollten die erwähnten "Volari-Karten" überbrücken und für etwas Klimpergeld in der Kasse sorgen. Das diese "Zwischenlösung" aber für XGI ein derart schlechtes Image einhandelt, hatte wohl niemand bei SIS erwartet, bei XGI vielleicht schon. Kein Wunder. Weder funktioniert AA noch AF - eine durch die Bank miserable Karte. Hohe Wärmeverlustleistung und niedrige Performance, dies zeichnet die XGI-Karten im allgemeinen "Volksmund" aus. Wie jedoch die Performance im genauen zwischen den einzelnen XGI-Modellen aussieht und wie es im Vergleich zu einer S3 Deltachrome S8 steht, wissen nur wenige. Wir haben es uns daher der Sache angenommen und diese Karten neu aufgewärmt, wir hoffen damit ein etwas klareres Bild bei den Halbwissenden aufzeichnen zu können und weitere Details vermitteln zu können. Viel Spaß beim lesen!


   

   

   
Bild: Vielen Dank an dieser Stelle an die polnischen Kollegen von "PCLab.pl" für das Bildmaterial der XGI Ultra-DIEs.


Details
Heiko Manthey - seines Zeichens unser Benchmark-Sepzialist - hat sich deshalb der Sache angenommen und alle verfügbaren XGI Volari-Karten ein mal in den beiden Standard-Auflösungen durch diverse Benchmarks gejagt. Auffallend ist, dass die V5 die V8 teilweise dominiert. Dies ist auf die limitierte Speicherbandbreite der V8 zurück zu führen. Der um 50 MHz höhere Speichertakt macht trotz der nur 4. statt 8. vorhanden Pipelines und 2 statt 4 Pixel-Shader doch so viel aus, dass die V8 teilweise hinterherhinkt. So, nun aber zu unserem Vergleich! Als Treiber kam die Ver.: 1.08.01 zum Einsatz. Der Test-Rechner bestand aus einem AMD K8 mit 512 KIB L2-Cache der bei ~ 2,5 GHz lief und auf einem ABIT KV8-MAX3 K8T800 saß. Als Arbeitsspeicher kamen 512 MIB CORSAIR Twinx DDR466 bei DDR420 zum Einsatz.



Bild: Die XGI-Hierarchie. Das eine höhere Modell-Nummer leider nicht unbedingt eine höhere Leistung verspricht, werden unsere Benchmarks belegen.


Doch hier zunächst die technischen Daten der einzelnen Kandidaten. Die Farben in denen die Tabellen-Zellen eingefärbt sind, sind den Benchmark-Balken zu zuordnen. Wie wir sehen, haben wir noch eine weitere Grafikkarte mit rein genommen, die ebenso wie die Volari-Serie, bisher und auch wohl in Zukunft wenig bis gar nicht kommerziell erfolgreich war und ist. Es handelt sich hierbei um S3s im Vorfeld hoch gelobte "Deltachrome S8". Diese zeigte zu unserer Enttäuschung ebenfalls nur Leistungen einer Karte aus dem unteren Mittelfeld.




        


Benchmarks
Wir möchten uns an dieser Stelle auch nicht weiter mit dieses mal unwesentlichen Details aufhalten, sondern direkt das Vorspiel weglassen und die Zündschnur zünden! Hier die sich aus unseren Benchmarks ergebenen Werte. Die tiefgründige Interpretationen zu den einzelnen Ergebnissen hierzu überlassen wir Euch - bei den Werten handelt es sich um den jeweils am niedrigsten ermittelten Wert aus einer, wenn nicht anders angegeben, Durchschnitts-FPS-Messung. Aufgrund der noch nicht ganz ausgereiften Treiber (Ver.: 15.11.06-S) der S3-Karte, konnten einige Messungen in bestimmten Anwendungen nicht durchgeführt werden. Diese sind dann jeweils mit "0" gekennzeichnet.




































































































































Die Bildqualität
Nicht jede Herausforderung kann so einfach und erfolgreich sein wie ein Spiel im Casino.com/de oder eine Rennrunde auf der Norschleife. Immer wieder wurde insbesondere XGI vorgeworfen, dass man dank des Treibers bei der Bildqualität schwindeln würde um sich Extra-Punkte bei diversen Benchmarks zu ergattern. Nun, mittlerweile hat neben NVIDIA und ATI so ziemlich jeder Hersteller in der Einführungsphase der Grafikkarten "heiße Treiber" veröffentlicht, die aus lahmen Karten wahre Rennpferdchen zauberten. Die hohen Benchmark-Werte attestierten so eine ganze Zeit lang "durchaus gute Leistung", bis einige Redaktionen die Bildqualität unter die Lupe genommen haben und zwar im direkten Vergleich! Hier zeigten sich teilweise so arge Unterschiede, dass es einen kaum mehr wunderte wieso Karte X plötzlich vor Karte Y lag, obwohl es aus technischer Sicht genau verkehrt herum laufen müsste. Eine möglichst objektive Leistungs-Überprüfung sollte also unserer Meinung nach, auch eine Besichtigung der Bildqualität beinhalten. Anbei finden sich einige Momentaufnahmen aus einigen bekannten Spielen. Zwar ist das ganze nicht optimal, jedoch sollten die jeweils etwa 1 MIB großen Bilder mit verlustfreier Komprimierung einen groben Überblick geben. Sehen Sie doch selbst!


        

             

             

             

             

                                                                           

                                                                           


Teilweise fehlender Spiele-Support und nicht vorhandenes AA & AF disqualifizieren aktuelle XGI-Karten in allen belangen. Zwar täuscht XGI den Kunden mit einem Pseudo-AF ein Vorhandensein des Filters, jedoch ist diese "Schönfärberei" von der Qualität her zu keinem Zeitpunkt vergleichbar mit NVIDIAs, ATIs oder vor allem S3s exzellentem AF. XGI nutzt hierbei einen Trick um seine Texturen wenigstens ein bisschen schärfer zu bekommen. Man verschiebt den LOD (Level-of-Detail) der Mipmaps. Der somit erzielte Effekt erinnert partiell zwar ein bisschen an ein niedriges oder gar mittleres AF, kommt jedoch auf keinen Fall an eine 16-Fache Filterung heran. Einzig ATI erlaubt sich hier ebenfalls einen Trick um wertvolle Transistoren einzusparen. Die Kanadier haben hier für bestimmte Situationen maximal einen 2-Fachen Filter laufen. Dieser kommt laut 3DCenter.de jedoch nur an schrägen mit 22,5° zum Vorschein und tritt in der üblichen 90° Level-Geometrie kaum auf, eine rational gesehen sinnvolle Einsparung. Das weglassen der für AF und AA zuständigen Rechen-Einheiten halten wir jedoch, wie wohl jeder andere klar denkende Spieler, für nicht mehr zeitgemäß. Vor allem ältere Spiele, die sich so ohne Performance-Verluste "verschönern" lassen, sehen trotz ausgewachsener Hardware "altbacken" aus. Ein Zustand den niemand mehr akzeptieren möchte. Daher gilt unser Appell an XGI doch endlich qualitativ hochwertiges AA & AF in ihren Chips zu verwirklichen. Damit XGI nicht komplett von der Bildfläche verschwindet, hat man sich der Sache endlich angenommen und ist demnächst Bereit seinen ersten "eigenen" Chip zu veröffentlichen. Der im Vorfeld angesprochene XG45 (High-End) und XG47 (Low-End) ist für Sommer, spätestens Herbst diesen Jahres zu erwarten und soll neben einer Mobile-Variante auch als Ultra-Edition auf den Markt kommen. Angepeilt sind beim Flagschiff 450 MHz Kern-Takt und 450 MHz (DDR900) am 256 MIB DDR3-VRAM der über einen 256-Bit breiten Bus angebunden sein soll. HDV (High-Definition-Vision), sprich hochauflösende bewegte Bilder sollen dabei nativ vom XG47 und XG45 unterstützt werden - das bedeutet, dass extrem hochauflösende digitale Videos endlich ohne Monster-CPU bewältigt werden können. Bisher konnten dies nur vereinzelte Grafik-Chips und auch nur über Umwege bewerkstelligen. Eine Mobile-Version des neuen XGI-Superchips rundet das Bild dabei positiv ab, wie jedoch letztendlich sich der auf besonders starke Shader-Leistung ausgelegte Grafikchip macht, bleibt fraglich. Details zum Chip-Design wurden von XGI offiziell noch nicht veröffentlicht, selbst auf der momentan noch andauernden CEBIT 2005 nicht. Es tummeln sich einzig und allein lauter Vermutungen um das Projekt XG45 a.k.a. "Volari 8300". Angepeilt sind lediglich 40 Millionen Transistoren in 130 nm in einem 696 PBGA-Package. 2 * 2 Pixel-Piplines und vier unabhängige Pixel-Shader sind dabei durchaus denkbar. Analysten sprechen von zwei Pixeln pro Takt und acht Texel pro Pixel. Insgesamt also auf dem Papier nicht der erwartete Renner. Dank hoffentlich funktionierendem AA & AF dürfte sich trotzdem ggf. aus diesem Chip ein wahrer Low-End-Killer bilden, allerdings nur, wenn der Preis auch stimmt. Es bleibt letztlich nur zu hoffen, dass XGI das Beste aus seinem neuem Produkt macht, einen attraktiven Preis ermöglicht und an den Treibern feilt. Eine weitere Katastrophe im XABRE2-Stil dürfte das junge Unternehmen selbst unter dem SIS-Protektorat nicht überleben.



Bild: XGI lässt den AGP-Slot wie eine heiße KArtoffel fallen und möchte sich in Zukunft nur noch auf PCI-Express konzentrieren.
Ist das der richtige Weg? Aufrüstwillige Spieler die nur ihre Grafikkarte tauschen möchten, können so maximal eine unbrauchbare
XGI V8 DUO einbauen. Als wohl oder übel "ewiger" Low-End-Anbieter sicherlich die falsche Strategie.


Unsere Verschwörungstheorie
Abseits von der imaginären Mondlandung, den Illuminaten und sonstigen Verschwörungstheorien ist uns etwas aufgefallen. Jedenfalls gibt und die Berichterstattung der Papier-Magazine stark zu denken. Jene die eigentlich über XGI & S3 wenigstens ein bisschen berichten sollten - tun es einfach nicht. Bestes Beispiel wäre hier die "PC Games Hardware" der "Computec Media AG". Versteht uns nicht falsch - dieses Heft stellt jetzt nicht die Referenz dar, jedenfalls nicht wenn es nach uns geht. Es gilt jedoch wenigstens als "Einäugiger" unter den Blinden der "Gamer-Heftchen", auch wenn wir eher Drucksachen aus Hannover bevorzugen. Sprich: Wer sich noch halbwegs über Hardware-Themen informieren möchte und in der Lage ist, die von den Herstellern "bezahlten Artikel" zu filtern, der findet hier tatsächlich ab und zu mal ein paar nützliche Zeilen Text zum Thema Computer, im speziellen PC-Hardware. Genau aus diesem Grund wagen wir mal eine kleine Analyse des 4,90 Euro teuren Heftchens im Hinblick auf "XGI & S3". Als Objekt der Analyse soll uns die vorliegende Ausgabe 01 / 2005 dienen.


  
Bild: "pcgameshardware.de"


Wie wir sehen wirbt (Seite 19) XGI in diesem Heft so wie es eine reihe anderer Zahlungskräftiger Unternehmen tut - nichts ungewöhnliches. Das heißt für uns, dass die Redaktion der PC Games Hardware offensichtlich von der Existenz dieser Chip-Reihe weiß - vorrausgesetzt, dass das eigene Produkt auch mal gelesen wird. Interessant jedoch ist, dass man diese Chip-Reihe dennoch Totschweigt. Auf Seite 30 wird ein hübsches Diagramm aufgestellt, dass eine Reihe von Grafikkarten zeigt u.A. sehr alter und nun wirklich unbrauchbarer Krempel den so kaum jemand in seinem Computer hat, der auch mal gerne neuere Spiele spielt. Als Bestes Beispiel wäre hier die GeFORCE 5200 oder die Radeon 9200 zu erwähnen. Das besondere ist das nirgends XGI oder wenigstens S3 auftaucht. Wieso? Was soll das? Werden kleine Hersteller bewusst hier ausgegrenzt? Bei Matrox, 3Dlabs oder sgi hätten wir noch unser OK gegeben, aber einfach XGI sowie S3 unter den Teppich zu kehren ist wirklich keine Art, besonders nicht wenn man sich "PC Games Hardware" schimpft. Grund genug zu dieser Annahme wie wir finden. Nun, jedenfalls bietet diese Anomalie genug Spielraum für Spekulationen. Längst vergangene Mythen wie "nicht verfügbar" oder "vom Markt verschwunden" ziehen nicht. Wer sich die Mühe macht und mehr als einen Online-Shop oder Laden abklappert, der wird fündig. Wir haben die hier heute vorgestellten Karten ganz normal im Einzelhandel erworben. Wir möchten auch nicht XGI oder S3 in den siebten Himmel loben - die Karten sind nicht wirklich das, was sich einer dieser närrischen "Pro-Gamer" in seinen Rechner einbauen würde, für das geforderte Taschengeld in Höhe von mehren hundert Euro gibt es wirklich bessere Grafikkarten - keine Frage. Die Karten sind auf keinen Fall das was jeder haben will, schon gar nicht zu den Preisen. Ist das jedoch ein Grund die Existenz zweier Hersteller zu verschweigen? Unserer Meinung wäre es angebracht auch ein halbes Jahr nach erscheinen der Karten, diese wenigstens in den großen Vergleichstabellen und bei sonstigen Gelegenheiten aufzuführen. Dritt-Hersteller dürfen nicht verschwiegen werden! Momentan ist der Markt für PC-Grafikkarten ganz nah an dem was wir nicht haben wollen, es gibt zwei Hersteller. Volkswirte würden hier von einem "Duopol" sprechen. Der Weg zu einem Monopol ist demnach nicht allzu weit - wie schnell es vor die Hunde geht, haben einige sicherlich vor 5 Jahren mitbekommen als 3dfx von NVIDIA kurzerhand geschluckt wurde. Klar, die amerikanischen Kartellrichter würden es nie zulassen, dass NVIDIA bei Gelegenheit sich ATI einverleibt, sollte jedoch ATI oder NVIDIA aus welchen Gründen auch immer Insolvenz anmelden müssen, so wäre das Desaster perfekt. Eher wünschenswert wäre wenigstens ein heterogenes Oligopol - eine Marktsituation in der die angebotenen Grafikkarten nur im begrenzten Maß substituierbar sind. Sozusagen eine reiche Produktvielfalt, man spricht hier auch von "differenzierten Produkten". Ein enges Oligopol wäre mit NVIDIA, ATI, Matrox, XGI und S3 zu gleichen Teilen erreicht. Besonderes Kennzeichen eines Olipopols ist die Reaktionsverbundenheit zwischen den einzelnen Anbietern. Weil es eben doch mehr als zwei Anbieter gibt, hat jeder eine gewisse Marktmacht und kann durch seine getroffenen Entscheidungen das Marktgeschehen beeinflussen. Beim jetzigen Duopol herrscht ein stetiges Wechselspiel zwischen NVIDIA & ATI. Veröffentlicht das eine Unternehmen eine neue Chip-Generation, so zieht der Gegenspieler nach um nicht in das Hintertreffen zu geraten - von sich aus einfach so, passiert allerdings nichts. Das fördert im Extrem-Fall nicht wirklich die technische Entwicklung und sorgt selten für einen Preisverfall der vorherigen Chip-Generation, kein natürlicher Kreislauf. Senkt jedoch ATI den Preis, so wird NVIDIA nicht lange warten und ihre Preise auch rasch entsprechend anpassen, um keine Kunden zu verlieren. Vor diesem Hintergrund ist durchaus eine sogenannten "Preisführerschaft" eines der beiden Unternehmen durchaus denkbar. Es tritt folgendes Phänomen auf: Der Konkurrent senkt seinen Preis erst dann wenn der momentane Preisführer den Preis gesenkt hat - tut es dieser nicht, so bleibt es bei den hohen Preisen. Es dürfte jedem klar sein, dass dies kein dem Kunden dienender Wettbewerb ist. In einem Duopol, so wie wir es momentan leider Gottes haben, ist sogar eine abgestimmte Verhaltensweise denkbar. Von einem Kartell zu sprechen wäre vielleicht an unserer Stelle zu viel, jedoch sind Preis- und an den Markt abgegebene Mengenabsprachen durchaus leicht zu organisieren und werden seit Jahren auch in anderen Bereichen der IT-Industrie ausgelebt. So denken zwar viele, dass AMD & INTEL zwei Erzfeinde sind, dies ist jedoch eine Täuschung der viele unterliegen. AMD & INTEL arbeiten enger zusammen als man vielleicht denkt. Wir möchten an dieser Stelle nicht noch weiter in wilde Spekulationen eintauchen, gut informierte Leser wissen aber ganz genau was wir meinen. Die seit Jahren staatfindende Preisstarrheit gibt uns recht. Es wagt einfach keiner sein Verhalten zu ändern, weil er fürchtet, dass die Konkurrenz seine Strategie durchkreuzt. Was wir uns einfach wünschen ist ein intensiver, dem technischen Fortschritt und dem Kunden dienender Wettbewerb der aber nur dann erreicht werden kann, wenn der ruinöse Wettbewerb aufhört. Wenn ein Unternehmen nur dann sein überleben sichern kann wenn es eine gewisse Größe erreicht, so besteht die Gefahr, dass die Konkurrenten durch ein besonders aggressives Preisverhalten all jene aus dem Markt drängen und sie zerstören. Wenn dieser Punkt erreicht ist und höchstens nur noch ein Duopol herrscht, so können wieder in Ruhe Preisabsprachen getroffen werden und eine Preisstarrheit eingeleitet werden. Wir befinden uns momentan genau an diesem Punkt. Wie es nun weiter geht entscheidet der Kunde, denn nur er hat das Geld welches die Unternehmen unbedingt haben wollen. Was wir von einer total aus den fugen geratenen IT-Teil-Branche haben, erlebt der normale PC-Benutzer täglich wenn er mit seinem Windows kämpft. Gott bewahre uns vor solch einer Situation im 3D-Markt-Segement. In mehreren Quartalen nacheinander sinkende Gewinne sowie eine verpennte technische Entwicklung führen schneller zum 3dfx-Effekt als es einem lieb ist.

Deshalb: Schaut Euch wenigstens ab und zu die kleinen Unternehmen an, verzeiht ihnen kleine Fehler und schenkt ihnen wenigstens die notwendige Aufmerksamkeit. Eine entsprechende Berichterstattung der IT-Medien wäre ebenfalls wünschenswert. Ein Konzept die vielen korrupten bzw. stupiden Redaktionen umzulenken ist uns aber bisher noch nicht eingefallen, leider.


Der Nachtrag von der CeBIT 2005
Gezeigt wurde auf den Ständen der 3D-IHVs wenig Neues, einzig ASUS trumpfte mit einer Multi-GPU-Karte auf, die zwei 6800 Ultra mit 512 MIB VRAM beheimatete. Doch dazu werden wir in dem noch kommenden CeBIT 2005 Report mehr schreiben, hier zunächst mehr zu XGI und S3. Nun, gezeigt wurde wie gesagt wenig Neues. Einzig VIA (S3) hatte einige Schmankerl wie den S18 auf seinem Stand ausgestellt der zum "gucken" einlud. XGI soll angeblich in den ersten Tagen der CeBIT ein XG47-Sample ausgestellt haben, als wir jedoch da waren, war die Karte innerhalb von einer halben Stunde leider nicht mehr aufzutreiben, mehr Zeit zum verweilen hatten wir leider nicht - andere Hersteller sollten schließlich auch noch besucht werden.




        

        





        

        



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» XGITech.com
» S3Graphics.com

 

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