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Von Tobias Topyla am 06.06.2005 veröffentlicht.
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Intro
Es ist schon seltsam, dass bestimmte Teile eines Computer-Systems entweder total unterschätzt oder auch mehr als einen Wahnsinns-Hype erfahren. Zu dieser Gruppe gehören eindeutig Netzteile, oder auch PSUs (Power-Supply-Units) genannt. Die einen schenken ihnen kaum Aufmerksamkeit, so dass es vorkommt, dass ein total ausgelastetes und an der Grenze der physikalischen Unmöglichkeit arbeitendes 250 Watt Netzteil anno 1999 ein mittleres Gamer-System zu versorgen hat, oder eines dieser tollen 666 Watt Monster mit buntem Lüfterchen und lustigem Guckloch eine 2 GHz Gurke antreibt. Nun, was wollen wir in diesem Report in Erfahrung bringen? Es geht uns dieses mal viel mehr darum, den Unterschied zwischen einem komplett Lüfterlosen und einem mit - sagen wir mal "besonderem" Lüfter-Konzept angetriebenem Netzteil aufzuzeigen und uns generell zur Thematik auszulassen. Denn, viele User fragen sich tatsächlich, wie wir immer öfters auch aus unserem Forum hören, ob es denn Sinn macht sein bestehendes und völlig intaktes Netzteil gegen ein "viel besser" erscheinendes Netzteil auszutauschen. Es gilt also zu prüfen, ob die neu angebotene Ware ihre Versprechen einhält und ob eine Anschaffung für bestimmte Fälle überhaupt Sinn macht. Viel Spaß beim lesen!
Bild: "akitashindengen.co.jp" - VMOS-FETs. Der Grundbestandteil eines jeden Computer-Schaltnetzteils.
Details
Zunächst müsste einiges an Praxis-Wissen aufgerollt werden, damit die ganze Thematik für Dich lieber Leser überhaupt begreiflich wird. Nun, ein Netzteil in einem Computer ist letztendlich nichts anderes als der Teil, der als Strom-Quelle herangezogen wird. Seine Aufgabe ist es im Grunde die unterschiedlich benötigten Spannungen an verschiedenen Schienen so anzulegen, damit der Computer sich hier bequem seinen "Saft" abholen kann und auch stets genug Stromstärke transportiert werden kann. Das Problem dabei ist, dass aufgrund der im Computer arbeitenden Bauteile, die sehr empfindlichen sind wie z.B.: Die Festplatte, es nicht möglich ist Netzteile zu verwenden, die auf dem Transformator-Prinzip aufbauen. Würde man "einfach so" ein Transformator-Netzteil verwenden, dann wären die dabei entstehenden elektromagnetischen Kräfte in der Lage Festplatten ohne weiteres zu zerstören und bestimmte Halbleiter-Schaltkreise in ihrer Funktion zu beeinträchtigen. Kein schöne Vorstellung - schließlich macht der Computer schon so in der Regel genug Probleme.
Bild: "kreatives-chaos.com" - Ein einfaches Schaltnetzteil (In: min. 9 V | Out: max. 40 V bei ~ 2,5 A).
Aus diesem Grund bedient man sich der Idee der "Schaltnetzteile", die selbst aus einem Halbleiter-Schaltkreis bestehen und sich den äußerst nützlichen Gleichrichter und Verstärker-Effekt des Transistors zu nutze machen. Das elektrische Verhalten von Schaltnetzteilen ist unabhängig von der Frequenz und der Schaltvorgänge in dem Verbraucher. So sind Anstiegs- und Abfall-Zeiten der aktiven Leistungs-Bauelemente sehr kurz, unabhängig davon, ob sie in einem komplexen IC verbaut oder separat angeordnet sind. Zitat: "Der Einsatz spezieller Schaltnetzteil-ICs bringt hier eine Reihe von Vorteilen mit sich, wie einen höheren Integrations- und Wirkungsgrad, ein niedrigeres Kostenniveau, günstigere Temperaturprofile sowie ein vorteilhaftes Verhältnis zwischen Platzbedarf und Ausgangsleistung [...] Die meisten Probleme beim Entwurf von Schaltnetzteilen entstehen durch ein mangelhaftes Layout. Doch diese Schwierigkeiten lassen sich bei richtiger IC-Wahl und geplantem Vorgehen beim Entwurf von Anfang an vermeiden", dies stellte David John Llwellyn Bourner bereits auf "elektroniknet.de" fest (Vgl.: Elektronik 25 / 2002). Schaltnetzteile, die auch "Schaltnetzgerät" genannt werden - laufen in einem Computer-System grundlegend mit Gleichstrom. Typischerweise kommen in einem Schaltnetzteil VMOS-FET (Vertical-Metal-Oxide-Semiconductor-Field-Effect-Transistor) oder IGBT (Insulated-Gate-Bipolar-transistor) zum Einsatz. Ein IC erwärmt sich zudem einfach weniger, vor allem bei höheren Spannungs-Differenzen zwischen dem In- und Out-Voltage-Stream. Das Problem dabei ist jedoch, dass diese Bauteile trotzdem zwingend eine Eigenwärme erzeugen die nicht mehr feierlich ist. Wenn man jedoch den Verbrauch eines aktuellen High-End- oder selbst eines Mid-Range-PC-Systems betrachtet, so wird klar, dass diese Leistung auch irgendwo transferiert wird und "Reibungswärme" auch dort als Wärmeverlustleistung entstehen lässt, die auch gekühlt werden muss. Das Opfer heißt: Schaltnetzteil. Zwar ist der Wirkungsgrad so hoch, dass sehr wenig an Wärmeverlustleistung entsteht, sprich man sehr viel von der zugeführten Energie als Nutzenergie zurück erhält - es ist aber dennoch so viel, dass es ausreicht ein schlecht gekühltes Computer-System zum Absturz zu bringen oder gleich einen defekt herbeizuführen. Typischerweise verwenden Schaltnetzteil-Hersteller einen kleinen Kühlkörper der mit einem schnell drehenden Lüfter gekühlt wird. Dabei wird der entstehende Luftstrom nach außen befördert - die Innentemperaturen können dennoch gut und gerne knapp 100 °C erreichen. Ein bei diesen Temperaturen betriebenes Schaltnetzteil hält nur wenige Monate. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass auch unser Schaltnetzteil nicht außerordentlich warm wird. Leistungstransistoren wie der MOS-FET und VMOS-FET halten in der Regel sehr viel aus. VMOS-FETs kommen in einem Computer-System nicht nur im typischen Schaltnetzteilen vor, sondern werden auch auf Motherboards, Grafikkarten und einigen anderen Bauteile verbaut um Spannungen in die gewünschte Form zu modellieren. Unsere Erfahrungen zeigten, dass vor allem eine ordentliche Kühlung dieser MOS-FET-Bauteile in brenzligen Grenzsituationen noch einiges an Leistung & Stabilität bringen kann. Dabei sind MOS-FETs einfach nur Transistoren, aber keine in dem Sinne und auf keinen Fall ICs im Sinne einer Logik-Schaltung wie sie auf einem Prozessor zum Einsatz kommt (Bipolare Transistoren). MOS-FETs sind grundsätzlich unipolar! Simple ICs verursachen selten exorbitante Wärme. Sie leiten in der Regel nur schwache Signale weiter. Dabei steht das MOS, wie im Vorfeld erwähnt, für "Metal-Oxide-Semicondutor" und "FET" für Feld-Effekt-Transistor - wer sich nicht unbedingt als Elektroingenieur sondern wie wir zu "Hobby-Zwecken" mit der Elektrotechnik beschäftigt, dem ist dieser Zusammenhang nicht unbedingt klar. MOS war jedoch mal ein Halbleiter-Hersteller (Mittlerweile durch Western-Digital übernommen) und hat diese Produktionsweise durch einige Innovationen geprägt, z.B.: Der Erste Mikroprozessor überhaupt - der Intel 4004 im Jahr 1971, war auch im MOS-Verfahren hergestellt, so wie alle simplen Transistoren seit je her. Das Verfahren hat sich im Grund genommen also bis heute kaum verändert und schon gar nicht dessen Funktionsweise. Über jene Bauteile wird nun der Gesamte elektrische Strom drüber gefahren, den die GPU, VRAM usw. abbekommen. Das Ganze wird wahrlich höllisch heiß und das nicht nur in Verbindung mit schnellen Grafikkarten. Läuft der Verbraucher jenseits der ~ 100 Watt ist eine aufwendigere Kühlung in der Regel notwendig. Aktuelle Motherboards für z.B.: Den Intel Pentium 4 (LGA775) kommen mittlerweile komplett mit eigener VMOS-FET-Passiv-Kühlung daher. Die MOS-FETs an sich halten viel aus, es soll aber schon in unseren Bekanntenkreisen vorgekommen sein, dass sich T- und VMOS-FETs selbst vom PCB gelötet haben oder benachbarte Bauteile beschädigt haben - z.B.: Elektrolyt-Kondensatoren, die dann ausgelaufen oder ausgetrocknet sind. Wir kühlen sämtliche VMOS-FETs auf unseren PCBs passiv bzw. sogar aktiv! In einem Gehäuse ohne Lüfter ist dies generell notwendig, für alle anderen auftretende Fälle aber ebenfalls sinnvoll, wenn die Gehäuse-Temperatur jenseits von gut und böse liegt.
Bild: So kann eine Selfmade-MOS-FET-Kühlung aussehen. Fixiert wird die Geschichte mit möglichst hochwertigen Wärmeleitkleber.
Vor noch nicht all zu langer Zeit galt ein üblich verwendetes Netzteil im Desktop-Markt-Segment als etwas das man einfach so zum Gehäuse mit dazu bekommt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass diesem Gerät keine im weiteren Sinne besondere Rolle zugeteilt wurde. Spätestens seit dem erscheinen des AMD Athlon (K7) im Slot-A-Design im Jahr 1999 (Im speziellen die Ersten Argon- und Pluto-Kerne) begannen versierte Computer-User sich darüber Gedanken zu machen, welches Netzteil man nun installieren sollte. Das einfache Netzteil, dass wohlmöglich noch beim letzten OEM-Computer dabei war, galt ab diesem Zeitpunkt als ausgedient und in Rente zum Router-Dienst geschickt - die ein Jahr später aufkeimenden ADSL-Anbindungen (ANSI T1.413 Issue II) der Telekom kamen hier sehr passend. Systeminstabilitäten aufgrund eines zu leistungsschwachen Netzteils ebneten der heutigen Netzteil-Generation den Weg. Die Leistungsangaben stiegen schnell und auch rasch wurde erkannt, dass man das Netzteil unterstützend zur CPU-Kühlung einsetzen kann, in dem man ihm einfach einen zweiten Lüfter auf dem Gehäuseboden spendiert - der sich schließlich laut ATX-Norm unmittelbar in CPU-Nähe befand. AMD sah in seinem "Thermal, Mechnical, and Chassis Cooling Guide" bei der Einführung des AMD Athlon im besagten Jahr des Umdenkens "1999" u.A. vor, dass ein Computer-System, dass mit einem AMD Athlon ausgestattet ist nur mit einem Netzteil auszustatten sei, dass mindestens einen zweiten Lüfter im Netzteil besitzt. Dieser sollte Hilfestellung bei der CPU-Kühlung leisten, indem es die entstehende Wärme direkt an der CPU absaugt und nach außen befördert. Im Nachhinein wissen wir, dass dies nur der Anfang dessen war (AMD Athlon K7 [Thunderbird] mit 37. Millionen Transistoren @ 55. Watt in 180 nm bei "nur" 1 GHz), wo wir heute letztlich angetroffen sind (> 200. Millionen Transistoren AMD & Intel DC-CPUs @ 110 - 130 Watt in 90 nm) und uns noch weiter nach vorne bewegen mit den kommenden Multi-Core-CPUs.
Bild: "redhill.net.au" - Der Keim dessen, dass dazu führte, dass wir im Desktop-Markt bestimmte Computer-Accessoires
heute als selbstverständlich ansehen wie z.B.: Der Gehäuse-Lüfter oder vermehrt die MOS-FET-Kühlung.
Schnell bildete sich ein ganzes IT-Markt-Segment rund um Netzteile (Präzise gesagt "Schaltnetzteile") und entsprechendes Zubehör. Mittlerweile ist man an dem Punkt angelangt, dass es alles mögliche gibt was das "Freak-Herz" begehrt. Vom angesprochenem Guckloch mit buntem Lüfter, über völlig Lüfterlose Modelle (wir berichteten) bis zum Netzteil, dass mit Wasser gekühlt wird oder über eine Leistungsangabe verfügt, die nicht mehr weit vom Kilowattbereich entfernt ist. Spätestens mit dem Eintreffen der Ersten Multi-Core-CPUs & GPUs werden wir wohl Netzteile sichten, die mindestens ein Kilowatt pro Stunde durch die Leiter jagen. Bisher bediente man sich im professionellen Bereich mit redundanten Netzteilen, sprich mit mehreren oder einem Netzteil-Paar. Ob das Ganze jedoch so 1 zu 1 auf den Desktop-Markt zu übertragen ist, bleibt offen. Besser wäre eine "All-in-one"-Lösung, wobei ein gutes redundantes Netzteile auch seine Vorteile hat wie z.B.: Die Möglichkeit mitten im Betrieb eines der einzelnen Geräte gegen ein neues zu tauschen, die dann kurzzeitig ausbleibende Leistung des defekten Netzteils kann in der Regel von den verbleibenden Netzteil/en kompensiert werden.
Bild: "icp-deutschland.de" - Mitten im Betrieb ist der Wechsel eines der Module möglich. Bisher aber eher etwas für Hosts.
Mittlerweile gleicht das Netzteil-Business jedoch einem sehr bunten Haufen. Wer dieses Jahr oder zumindest die vergangenen zwei oder drei Jahre die CeBIT in Hannover besucht hat, der wird festgestellt haben - wenn er denn sein Augenmerk darauf ausgerichtet hat, dass es mittlerweile von fast jedem Computer-Zubehör-Hersteller mindestens ein Modell im jeweiligen Sortiment gibt. Dabei sein ist alles - die Paraolympics sind ein Witz dagegen. Es gilt nicht mehr ein gutes Produkt zu veröffentlich und Ruhm & Ehre einzufahren, sondern einfach nur eines im Sortiment zu haben. So wundert es kaum, dass Netzteile verkaufen werden - die zwar mit 500 Watt und mehr ausgezeichnet sind, es jedoch nicht schaffen die gleiche Leistung zu erbringen, wie ein gutes Marken-Netzteil mit 300 Watt. Da es leider mittlerweile mehr schwarze Schafe als Diamanten in dem großen Haufen gibt, gilt Vorsicht beim Einkauf. Weder der vermeintliche Schnäppchen-Preis, noch bunte Lüfter oder lustige Gucklöcher aus Plexiglas sollten die Kaufentscheidung bestimmen, sondern lediglich das was letztendlich wichtig ist - die gebotene Leistung und in zweiter Linie die Kühlleistung in Relation zur entstehenden Lautstärke.
Bild: Ist es ein UFO oder ein Kinderspielzeug? Nein! Das ist ein Schaltnetzteil, wirklich.
Bild: Dann doch lieber so.
Bild: Enermax auf der diesjährigen CeBIT. Sympathie-Marktführer seit Jahren! Dank der beständigen Beschaffenheit erster Güte auch kein Wunder.
Wahrscheinlich ist selbst der Deutsche Furz in einer DIN-123-XYZ festgehalten. Das "Deutsche Institut für Normung" hält es jedoch nicht für notwendig eine einheitliche & eindeutige Leistungsangabe für "Computer-Schaltnetzteile" einzuführen und klar zu katalogisieren welche Stromstärke auf der jeweiligen Schiene einem "x Watt Netzteil" entspricht. Es ist zwar auch möglich anhand der angegebenen Werte für die maximalen Ströme selbst die Höchstleistung rechnerisch zu ermitteln, kann man sich jedoch auf diese Angaben auch verlassen? Wohl kaum. Wann sich ein Netzteil "500 Watt" nennen darf entscheidet momentan nur der Hersteller, oder eher gesagt dessen Marketing-Abteilung nach einer eigenen Milchmädchen-Rechnung. Kein Wunder also das sich lauter Blender in den Regalen tummeln. Wie sieht es also mit den von uns ausgewählten Schaltnetzteilen aus? Alle bieten eine für High-End-Systeme "scheinbar" genügende Leistung. Reicht diese jedoch aus? Mit einer noch nie da gewesenen Aussagekraft können wir vorab eindeutig "JA" sagen. In aller Regel reicht wohl auch das momentan in Deinem Gerät verbaute Schaltnetzteil aus, es sei denn es ist wirklich ein sehr altes und vor allem "verbrauchtes" Modell. Denn ja, auch Schaltnetzteile haben so etwas wie eine Standzeit, sprich eine Lebensdauer. Mit der Zeit nimmt die Leistungsfähigkeit der einzelnen Baugruppen derartig ab, dass ein sozusagen immer an seinen Grenzen und bei sehr hohen Temperaturen betriebenes Netzteil irgendwann einfach nicht mehr will bzw. nur noch so wenig Leistung entfaltet, dass man über den BIOS-Post-Screen nicht mehr hinaus kommt. Vergleichbar mit einem Automobil-Motor der ständig "getreten" wird. Getreu dem Motto: "Ob warm oder kalt - dann dreht er halt". Beispiele hierfür haben sich in unserem Labor in den letzten Jahr tatsächlich angehäuft. Mitunter waren auch vermeintliche High-End-Geräte dabei, dass sich jedoch No-Name-Geräte eher häufen ist Tatsache und dies sollte bei der Kaufentscheidung tatsächlich berücksichtigt werden.
Bild: Dank Rundum-Wasserkühlung herrscht kein Luftstrom im Gehäuse - ein ordentlicher Lüfter im Netzteil ist daher erwünscht.
Inspector Gadget überprüft heute...
Gleich drei Stück von der Sorte: "schmackhaft & kostspielig". Weshalb das? Nun, mit einem Preis von 159,- Euro kostet das "Enermax EG-701AX-VH(W)" mit Abstand zu den vielen anderen Angeboten das Meiste. Mit gerade mal 149,- Euro ist das "Yesico FL-420ATX" nicht gerade sehr viel günstiger. Richtig "billig" ist dagagen nur das uns zusätzlich vorliegende "NorthQ 4775" mit 89,90 Euro.
Insgesamt gesehen befinden wir uns hier angesichts eines üblichen Durchschnittspreises von 50,- Euro für ein Netzteil nicht mehr im üblichen Endkunden-Bereich. Eher im Bereich der Premium-Geräte, oder wie der Titel diesen Reports es verlaubaren lässt: "Schaltnetzteile für High-End-Systeme", die es einfach erfordern, dass man ein solches Gerät aus Vernunfts- und nicht aus Prestige-Gründen einsetzt. Wobei wir schon beim Thema "High-End-System" wären. Das System, auf dem sich die Geräte zu beweisen haben besteht im grunde genommen aus vielen kleinen aber auch großen Verbrauchern. Zu nennen wäre da zunächst die Platine auf Basis des i915P mit 4. DDR-RAM-Modulen (SAMSUNG TCCC PC3200U) die jeweils im Paar im Dual-Channel-Mode laufen und mit 3,3 Volt statt 2,5 Volt für diesen Test befeuert werden.
Als CPU setzen wir im ersten Teil des Reports ein "Modell 550" ein - zur zweiten CPU mehr im weiteren Verlauf des Reports. Modell 550 - Was heißt das? Seit dem Intel mit dem Sockel LGA775 sein "Model-Rating" eingeführt hat, haben selbst "alte Profis" Probleme eine CPU genau zu identifizieren. Hier das Geheimnis aufgeschlüsselt: Die Serie 5xx ist grundlegend auf den Prescott basierend, verfügt über 1024 KIB L2-Cache und wird für den Sockel LGA775 ausgeliefert. Beginnend beim "520er" bei 2,8 GHz ist erst bei 3,8 GHz und dem Modell 570 Schluss. Die 5xx-Serie die auch mit dem Zusatz "J" verkauft wird, bezeichnet lediglich die neueren Steppings die allmählich die älteren immer noch weit verbreiteten Steppings ablösen. Ganz genau handelt es sich dabei um das "E0-Stepping" das u.A. die neue Stromspar-Technik "Enhanced-HaltState" (C1E) und über den "Thermal Monitor Ver.: 2.0" verfügt. Darüber hinaus funktioniert das XD-Bit (Execute-Disable) endlich fehlerfrei. Die "Extreme-Edition" (EE) wird nach wie vor mit dem Takt angegeben (wir berichteten). Die nicht wirklich sehr viel schnelleren Extreme-Editions werden jedoch so langsam aber allmählich durch die 6xx-Serie abgelöst. Diese verfügt über EM64T (x86-64) und generell über 2048 KIB statt 1024 KIB L2-Cache. Erhältlich sind momentan drei Prozessoren, beginnend bei 3,0 GHz (Modell 630) über 3,2 GHz (Modell 640) bis zum Modell 660 mit 3,6 GHz. Den Flair der Extreme-Editions werden wohl erst die Dual-Core-CPUs mit der simplen Bezeichnung ohne die vier: "Intel Pentium D", wiederherstellen.
Bild: "intel.com" - Mit oder ohne die "4". Entscheidet euch Jungs!
Bild: Seltsames Detail - Intel beschriftet die CPU selbst nicht mit seinem "Model-Rating".
In unserem Fall bedeutet das 1024 KIB Level-2-Cache bei 3,4 GHz in Prescott-Aufmachung - wir wären jedoch nicht wir, wenn wir es so belassen würden. Die CPU wurde an Ihr Maximum mittels FSB-Overlocking gebracht und musste für diesen Report bei glatten 4 GHz operieren (~ 235 MHz statt 200 MHz). Zu diesem Heizkraftwerk gesellte sich eine NVIDIA GeFORCE 6610XL (NV43) die wir zusätzlich etwas über den üblichen GT-Takt (Core: 500 MHz / Memory: 500 MHz [DDR1000]) auf (560 MHz / 511 MHz (DDR1023) geschoben haben. Da dies aber noch nicht das ist, was ein Premium-Netzteil ins Stottern bringt, sollte sich noch unbedingt eine Ganze Reihe hungriger USB-Geräte an dem Festmahl beteiligen - u.A. das Matrix Orbital MX4 (wir berichteten) sowie diverese USB-Geräte, die wir zur Verfügung hatten und ohne eigenes Netzteil daher kommen damit auch der USB-Controller mit jeweils 500 mA pro Port ordentlich ausgelastet ist. Das Motherboard sollte inklusive aller daran angeschlossener Hardware inklusive Overclocking (CPU, RAM, VPU usw.) in diesem Zustand bereits also schon mehr vebrauchen also so manch anderes System inklusive CRT-Monitor.
Da wir aber so noch nicht Ganz mit der Ausbeute zufrieden waren und das Volt-Meter NOCH nicht so Richtig anfangen wollte zu schwanken, besorgten wir uns leihweise zu der bereits vorhandenen SATA-HDD von Western Digital 2500JD (250 GB / 238 GIB) von unserem netten Mitglied der Community "schlofi" a.k.a. Markus Schläfer gleich zwei MAXTOR Atlas 15K II samt U320-SCSI-Controller. "Atlas 15K II" bedeutet bei MAXTOR 15.000 U/min mit einer Zugriffszeit von 3,0 ms und in dieser Kombination des RAID-Verbunds (Redundant-Array-of-Independce-Disks) einer nutzbaren Kapazität von 36,7 GIB gefolgt von einem maximal erreichbaren Transfer-Stream, für den ein U160-SCSI-Controller nicht mehr reichen würde - einfach nur verrückt, aber irgendwie auch beeindruckend. Jedenfalls war uns dank dieser temporären Spende möglich die Kiste so richtig "auf hunderachtzig" zu bringen. Die dadurch notwendig gewordene Kühlung wurde mittels einer DELTA-Staffel realisiert, die so in Deutschland garantiert einzigartig ist. Wir stellen vor - die DELTA Electronics Familie der Superlative: Zum einen hätten wir ein Paar aus "WFB1212M" mit jeweils 3,96 Watt (0,33 A * 12 VDC), eher übliche Genossen in 120 x 120 x 25 mm Aufmachung. Gefolgt vom größeren Bruder "AFB1212VHE" mit 10,8 Watt (0,90 A * 12 VDC) in der DELTA üblichen Sonderhöhe 120 x 120 x 38 mm. Ebenfalls Sonderhöhe 80 x 80 x 38 mm, jedoch absoluter Killer auf allen Gebieten, der "FFB0812EHE" mit einem Hunger von 16,2 Watt (1,35 * 12 VDC). Abschließend das Nesthäkchen "FFB0612SHE" mit 9,96 Watt (0,83 A * 12 VDC) in 60 x 60 x 38 mm. Insgesamt 44,88 Watt reiner Lüfterwahnsinn - wer bietet mehr? Wer interesse an einem Tinitus hat, der findet eine Auswahl einiger dieser kleinen Teufel im Online-Shop von CosH-Computersysteme.
Bild: Die Spannung direkt abgegriffen. Kein Hersteller leistete sich zu seinem Glück einen Fehler.
Selten schafft es ein Netzteil mehr als 2. bis 3. Jahre unter Dauerlast zu laufen und dabei stets die gleichen Leistungswerte zu liefern. Viel dramatischer ist jedoch, dass der Wirkungsgrad, der ohne Einheit oft in Prozent angegeben wird (oder in eta), so rapide absinkt, dass irgendwann nur noch Energie zugeführt wird, jedoch keine brauchbare Nutzenergie entnommen werden kann. Die ungenutzte Energie wird in der Regel umgangsprachlich auch als Energieverlust bezeichnet. Bei einer üblichen Auslastung von etwa 70 Prozent in ständigen Wechsel-Intervallen von jeweils t = 10 s auf ~ 60 % [...] ~ 80 %, konnten wir beim hier uns vorliegendem NorthQ-Modell auf allen relevanten Leistungsschienen noch einen Wirkungsgrad erkennen, der sich noch leicht über der 60er Marke bewegte - beim gleicher Auslastung in Relation zur Gesamtleitung zeigte vor allem das YESICO-Gerät kleinere Schwächen und fiel je nach Temperatur auf bis zu ~ 55 % bzw. ~ 52 % hinab. Bei genügend vorhanden Gehäusebelüftung war der gezeigte Wirkungsgrad vor allem beim YESICO-Gerät letztendlich mit fast ~ 65 % etwas besser - dies lässt den Entschluss zu, dass man sich tatsächlich mit der Hitze-Problematik auseinadergesetzt hat und eher hochwertigere Roh- und Werkstoffe eingesetzt hat, die vor allem unter extrem schlechten Temperaturbedingungen noch halbwegs ihre volle Leistung entfalten und so ein optimales Zusammenspiel erlauben, dass es das Gerät mehr oder weniger effizient arbeiten lässt. Das Gerät erweist sich jedoch erst dann als effizienter, wenn ein eigens angebrachter 120 x 120 x 25 mm Lüfter in der Nähe des Netzteils angebracht wird. Das dies keinen Sinn macht, dürfte jedem Leser klar sein - weshalb ein Lüfterloses Gerät kaufen wenn es ohne Lüfter mit zunehmender Umgebungswärme fast linear als Heizung für Platine, Prozessor & co. fungiert? Deshalb geht diese Teil-Disziplin eindeutig an das dänische Produkt, dass den leisen Taiwaner in der Standard-Konfiguration links liegen lässt. Wer sich wundert wo das Enermax-Gerät in diesem Vergleich bleibt, der wird nun sein "goldfarbenes" Wunder erleben. Die Einordnung des YESICO- & NorthQ-Geräts befasste sich noch mit der, nennen wir es sanft: "Amateur-Liga". Kommen wir nun zur absoluten Profi-Liga: Mit einem gezeigten Wirkungsgrad von annährend ~ 75 % bei komplett herunter geregelten Lüftern bot sich uns ein Wirkungsgrad, der so noch von keinem anderem Gerät in unserem Labor erreicht wurde. Bei optimaler Kühlung konnten wir uns nicht mehr einkriegen - saftige ~ 81 %. Kann das möglich sein? Ja es kann! trotz mehrfacher Überprüfung unserer bescheidener Messinstrumente und der Heranziehung eines Experten, konnten wir tatsächlich diese für ein Computer-Schaltnetzteil annährend optimale Wirkleistung feststellen. Klar, es ist mit gut ~ 25 bis 19 % rausgeblasener Wärmeverlustleistung noch kein Perpetuum Mobile, jedoch ein Gerät, dass imstande ist bei vergleichsweise sehr hoch abgegebener Leistung (~ 60 % tatsächliche Last nach 8. Stunden, vom Grundwert mit 600 Watt ausgehend sind es ~ 360 Watt elektrische Arbeit [P = U * I]). Wobei wir hier im eigentlichen vom "Gesamtwirkungsgrad" und nicht dem eigentlichen Wirkungsgrad sprechen, immerhin sind hier in einem Computer-Schaltnetzteil mit abgetrenten Leistungs-Schienen im Grunde genommen mehrere eigene Schalt-Stufen hintereinander geschaltet - spätestens seit der "ATX Ver.: 2.0" kann man von einem vorherrschendem Parallelismus im üblichen Computer-Schaltnetzteil sprechen. Jedenfalls lässt dieser von uns ermittelte Wert nur die Schlussfolgerung zu, dass man sich beim Design diesen Schaltnetzteils eingängig mit der Elektrotechnik befasst hat und nicht eben ein Gerät zusammengeschustert hat, dass Energie für einen 08/15-Computer liefern soll. Die hervorragenden Werte lassen uns jedenfalls, was diesen Punkt anbetrifft, nur schwärmen. Gratulation!
Schaugroschen lesen
Damit Euch die Leistungs-Dimensionen klar werden, in denen wir uns hier bewegen, haben wir einige Beschriftungen von gängigen Netzteilen fototgrafiert und für Euch hier im Anschluß kommentiert:
Bild: Unsere drei Kandidaten sowie eine Übersicht über weitere (kleinere) Enermax-Geräte.
Bild: Zum Vergleich zwei eher übliche Geräte.
Wie wir sehen bewegen wir uns hier in einem Bereich, in dem sich mehrere Ampere Unterschied ergeben. Wobei die Werte die von den Herstellern hier angegeben werden, in den seltensten Fällen auch mit der tatsächlichen Leistung übereinstimmen. Andere wiederum untertreiben maßlos und zeichnen ein sehr starkes Gerät aus Toleranz-Gründen mit wesentlich weniger aus - in der Regel sind dies jedoch nur bekannte OEM-Hersteller wie Fortron und Konsorten wie HEC. Wenn jedoch ein System ein Netzteil akzeptiert - sprich: Sich nicht beschwert in Form von Abstürzen und schwankenden Spannungen auf den Leistungs-Schienen, dann sollte das Gerät auch ein kommendes kleines bis mittleres Hardware-Upgrade ohne Probleme verkraften. Leider kann man sich auf die von den Herstellern angegebenen Werte selten verlassen - eine eigene Prüfung des "unbekannten Geräts" ist also eine Grundvoraussetzung. Wer sich jedoch keinen Stress machen möchte, der kauft einfach eines der bereits als "gut" bekannten Geräte oder versucht sich eben selbst als Messtechniker. Unserer Ansicht nach, sollte man sich jedoch in den wenigsten Fällen auf die angegebenen Watt bzw. Ampere richten. Das ein Hersteller ausnahmsweise nicht flunkert, ist mittlerweile eine wahre Seltenheit geworden.
Wie bei Frauen zeigt sich die wahre Qualität eines guten Schaltnetzteils erst auf der Waage. Gute Kühlkörper zur Bewältigung der entstehenden Wärme werden nicht aus Luft gebaut, folglich muss ein gut dimensioniertes Netzteil auch etwas wiegen. Es war klar, dass YESICO hier den Vogel komplett abschießt und mit mehreren Kilogramm jedes Gehäuse fühlbar beschwert. Einzige Ausnahme bildete von den gängigen mit Lüfter ausgestatten Computer-Schaltnetzteilen das FORTRON-Gerät. Das FSP350-60MDN wiegt außergewöhnlich viel und bleibt im Betrieb dank des doch etwas eher schneller drehenden 120 x 120 x 25 mm Lüfters sehr kühl. Ist sein sehr guter Wirkungsgrad vielleicht auf diese Tatsache zurück zu führen? Vielleicht, jedenfalls bietet das Gerät für knapp 20,- bis 30,- Euro im freien Handel eine sehr gute Möglichkeit ein kleines bis mittleres System mit einem von der Leistung her ausreichendem und trotzdem sehr günstigem Computer-Schaltnetzteil auszustatten. Enttäuscht haben hier leider NorthQ sowie Enermax, wobei beide Geräte trotzdem noch recht lauwarm blieben. Grund zur ernsten Beanstandung hatten wir also nicht - auch aus der Geräuschempfindlichen Ecke unserer Redaktion gab es keine Beanstandungen. Alle uns vorliegenden Geräte arbeiteten leise. In subjektiver Reihenfolge absteigend: 1. "YESICO FL-420ATX". 2. "NorthQ 4775". 3. "Enermax EG-701AX-VH(W)". Wobei wie gesagt, auch die mit Lüfter betriebenen Kollegen immer noch merklichen von einer normalen HDD übertönt wurden. Hier hat sich in den letzten Jahren wirklich sehr viel getan - früher glich rein von der Geräusch-Kulisse her ein leistungsstarkes Netzteil auch zwingend einer startenden F-16. Dies ist heute zum Glück immer seltener der Fall, spätestens seit dem "Ultra-Silent-Hype" den Hersteller wie VERAX, Noiseblocker & Apego eingeläutet haben.
Bild: Aufsehen erregend ist der Vergleich zwischen einem 120 mm und 140 mm Lüfter.
Bild: Um den Luftdurchsatz zu maximieren und das Luft-Umwälzgeräusch sauberer zu gestalten, empfiehlt es sich das Lüfter-Gitter
zu demontieren. Kabel & Finger sollten dann aber möglichst nicht im Drehkörper landen.
Das Enermax-Gerät wird klassisch von zwei 80 x 80 x 25 mm Lüftern gekühlt die sich jeweils gegenüber stehen. Ungewöhnlich! Jedoch hat das Ganze einen durchaus plausiblen Grund. Enermax hat es geschafft ein Netzteil zu bauen, dass dank eines exzellenten Wirkungsgrades und einer ordentlichen Last-Regelungs-Elektronik wahre Spitzenwerte erreicht, jedenfalls wenn es um den Vergleich der ausgehenden Wärme angeht. Verglichen mit den anderen uns bisher vorliegenden Geräten, verhält sich das Enermax-Gerät fast so, als wäre es ausgeschaltet. Wir vermuten, dass hinter den Goldfarbenen Aluminium-Kulissen des Enermax eine intelligente Elektronik werkelt und die nicht benötigte Ressourcen so ansteuert, dass sie kaum Wärme verursachen - jedenfalls wenn weniger Leistung abgefragt wird. So richtig ausprobieren kann man das Ganze jedoch nur mit einem älteren Rechner oder einem stark heruntergetaktetem und beschnittenem Neu-Rechner. Die Regelung des Lüfters wird zu einem großen Teil dem Benutzer selbst überlassen. So kann an einem Potentiometer, der sich an der Rückseite des Netzteiles befindet, variabel die Spannung des Lüfters angepasst werden. Es ist durchaus anzunehmen, dass die restliche Spannung die noch ankommt zusätzlich über eine Temperaturabhängige NTC- bzw. PTC-Schaltung mittels Thermistor reguliert wird. Anders ist der doch ab und zu sporadisch sehr langsam drehende Lüfter nicht zu erklären. Im Vergleich zu einem Netzteil mit 120 mm oder gar 140 mm Lüfter nimmt die Wärme im Gehäuse jedoch wie bereits erwähnt merklich zu, jedenfalls wenn kein Gehäuse-Lüfter verwendet wird - unser hier bereits im Vorfeld angesprochenes Test-System kam jedoch mit diesem Umstand noch wunderbar zurecht - andere an der Grenze arbeitende Systeme werden dringlichst einen Gehäuse-Lüfter benötigen.
Keinen Kampf gegen Windmühlen führen
Richtig! Dies sollte man tun, jedenfalls wenn man daran interessiert ist eine maximale Kühlleistung mit möglichst wenig Luftdurchsatz und folglich minimaler Geräuschentwicklung zu realisieren. Tun kann man dies durch eine intelligente Nutzung aller entstehenden Luftströme. Nehme man z.B.: Den CPU-Kühler und das Computer-Schaltnetzteil. Normalerweise sieht das sich ergebende Bild so aus:
Der CPU-Lüfter drückt die sich noch über ihm befindliche Luft frontal auf den Kühlkörper. Die so erwärmte Luft verteilt oder staut sich auf oder um die Platine. Irgendwie schafft es dann doch ein Teil der warmen Luft aufzusteigen um vom Netzteil-Lüfter abgeführt zu werden. Wäre es nicht klüger an dieser Stelle anzusetzen und den Luftstrom beider Lüfter so zu nutzen, dass eine Wirkrichtung entsteht? Klar! Und fertige Produkte gibt es bereits. Zu nennen wäre da z.B.: Der "Freezer 7" von Arctic-Cooling für gerade ein mal 19,90 Euro (CosH-Computersysteme). Der Hybrid-Kühlkörper aus Kupfer-Heatpipes und Aluminium-Lamellen besticht durch eine einfache Installation mit den Standard "Mounting-Hole-Clips" und einem außerordentlich leisen Lüfter, der - so das Highlight laut Arctic-Cooling: "Keramik gelagert ist". Das Metall besonders wenig Haft- & Gleit-Reibung auf Keramik entwickelt, haben wir bereits beim Vergleich einiger Pumpen für den Wasserkühlkreislauf erörtert (wir berichteten). Gegenüber dem Standard-Kühler, wirkt er nicht unbedingt höherwertig verarbeitet - jedoch konnten wir durch die nun erfolgende optimale Nutzung des Luftstrom unsere Temperaturen nachhaltig senken und dabei eine wesentlich geringere Geräuschentwicklung verzeichnen - ein voller Erfolg! Wobei zu bemerken wären, dass dieses "Wunder" in der Tat nur durch die Mithilfe eines dazu passendes Schaltnetzteils möglich ist - das NorthQ-Gerät eignet sich dank seines großen Lüfters hierzu besonders gut. Das YESICO-Gerät gar nicht und das Enermax-Gerät nur mäßig. Die Ansaug-Schlitze sind beim "CoolerGiant" viel zu klein ausgefallen und auch der entstehende Luftstrom seitens des Netzteil-Lüfters ist viel zu gering. Eine Nutzung diesen Netzteils ohne Gehäuse-Lüfter, bei Verwendung eines ähnlich konzipierten CPU-Kühlers, ist daher nur bedingt zu empfehlen.
Bild: Direkter Luftstrom in einer Richtung nach draußen.
Das war aber noch nicht alles. Wir streben Kühltechnische Perfektion an, das weglassen eines Gehäuselüfters und die Konsequente Nutzung des Luftstroms ist zwar die eine Sache, was ist jedoch mit der Grafikkarte? Zwar bleibt die NV43-GPU in 110 nm und der GDDR3-Speicher vergleichsweise kühl, im Vergleich zu Grafikkarten etwas älterer und auch neuerer Bauart, jedoch muss auch diese entstehende Wärmeverlustleistung aktiv bewältigt werden. Der Standard-Kühler ist zwar ausreichend, jedoch viel zu laut und ohne Beteiligung am Luftstrom nicht der Kandidat, den wir uns gewünscht hätten. Für eine PCI-Express-Grafikkarte einen leisen & leistungsstarken Kühler zu finden glich einem schier unlösbaren Unterfangen. Wir setzten als Grundvoraussetzung zunächst einen möglichst großen Lüfter an, damit die entstehende Wärme möglichst leise abgeführt werden kann und ein Kühlkörper der übersteht, damit der CPU-Lüfter von oben Luft hier "vorbei fliegen" lassen kann. Der neue ZALMAN VF700-Cu (CNPS) schien wie erschaffen um unseren Bedürfnissen zu entsprechen, jedoch ist er vom Hersteller explizit nicht als Kühler für PCI-Express-Grafikkarten verwendbar:
"Notice! Cannot be used with Matrox VGA cards and NVIDIA PCX series VGA cards".
Da wir dies jedoch nicht wahrhaben konnten, haben wir uns dennoch für diesen entschieden. Irgendwie müsste er doch auf ein NV43-PCB im "6600 GT"-Layout zu befestigen sein - mit einem Preis von 29,90 Euro (CosH-Computersysteme) schien er zudem ein Schnäppchen zu sein, wenn man bedenkt, dass es ein Voll-Kupfer-Kühlkörper ist, der zudem mit BGA-Kühlkörpern daherkommt. Und so sollte es auch sein, er passte auf anhieb. Wie im Vorfeld vermutet war er auch tatsächlich "Ultra-Quiet", jedenfalls wenn man den mitgelieferten 5 Volt Stecker verwendet. Selbst bei dieser Spannung stellte es jedoch für den Lüfter kein Problem dar, die sich entwickelnde Hitze verlässlich abzuführen. Unser "Ein-Luftstrom-Konzept" ging zudem voll auf, durch die Überstehenden Lamellen des VF700-Cu konnte der sich darüber befindliche CPU-Kühler die Luft von unten ansaugen und nach oben zum NorthQ 140 mm "Master-Fan" durchgeben. Prima!
Achtung! Bitte kein Beifall für alles
Es ist schon erschreckend, dass nahezu jeder Hersteller versucht aus einem simplen Gerät ein Stück "High-End-Hardware" zu zaubern um dieses dann für einen gepfefferten Preis anzubieten. Gut, wer jedoch genau diese Eigenschaften eines Geräts schätzt und es zudem bezahlen kann & will, der sollte sich nicht lumpen lassen und sich den Spaß gönnen! Ein lautloses Netzteil ist wirklich etwas schönes, wenn es zudem wie das uns vorliegende YESICO-Gerät äußerst gut verarbeitet ist und auf ganzer Linie Leistung zeigt, so kann man wahrlich von einem Stück echter High-End-Hardware sprechen. Verwendbar ist es jedoch leider nur in äußerst gut temperierten Computer-Systemen. Unser ohnehin schon sehr warmes High-End-System, dass wir im Vorfeld beschrieben haben, hatte ohne Gehäuse-Lüfter keine Chance - selbst in dem sehr luftigem Gehäuse takteten sich z.B.: Der Pentium 4 bereits nach ~ 15. Minuten kompletter Leistungsabfrage herunter oder stürzte ab - ohne Intels "Thermal Monitor" hätten wir ernste Probleme gehabt. Einsetzbar ist ein lüfterloses Netzteil also nur in Gehäusen in denen eher "langsamere" Hardware verbaut ist, oder schon Leistungsfähige Lüfter ihre Runden drehen bzw. anderweitig z.B.: Mit Hilfe einer Wasserkühlung das System gekühlt wird. Insgesamt ist der Eindruck des YESICO-Gerätes ein wenig seltsam. Es erscheint uns nämlich recht debil ein Netzteil mit 420 Watt anzubieten, wenn diese von einem High-End-System gar nicht aufgebraucht werden können, jedenfalls in keinem uns bekannten Gehäuse das noch von einem Menschen von den Dimensionen her tragbar ist. Man müsste nämlich das Netzteil komplett anders positionieren, damit dieses Heizkraftwerk keinen Einfluss mehr auf die restliche Hardware ausübt und das ist beileibe selbst ein einem sehr großem Big-Tower kaum möglich.
Auch die Art, wie dieses Gerät konstruiert wurde, gibt uns stark zu denken und lässt jeden Freund der Physik zusammenzucken. Immerhin ist das Gehäuse des Geräts so konzipiert, dass die Wärme über entsprechende Schlitze auch in das innere des Gehäuses frontal auf CPU & Platine abgestrahlt wird - Klasse, oder? Sind diese Leute eigentlich des Wahnsinns? Schrecklich, für alle jene - die damit vor haben einen Leistungsstarken Computer auszustatten. Eine Empfehlung können wir daher nur bedingt abgeben - bestellen sollte es sich aber auf jeden Fall jeder, der dieses Schmuckstück haben möchte. Es jedoch nur dann verwenden, wenn auch das System das Ganze rein Wärme-Technisch mitmacht. Beschwerden über geröstete MOS-FETs und vertrocknete oder gar geplatzte Elektrolyt-Kondensatoren möchten wir dann aber nicht in unserem Forum hören, höchstens Bilder davon sehen. ;-) Das Fernabsatz-Gesetz bietet dem Kunden in dem Fall ein Umtausch-Recht, dass es ermöglicht den Fehlkauf ggf. zurück zu geben. Eine Empfehlung ist daher nur an jene auszusprechen, die sich vielmehr in der Zielgruppe befinden, die sich irgendwo zwischen Usern von Wassergekühlten-System und Low-End-Systemen befindet. Eben jene Menschen die ein ganz leises System haben wollen und sich bereits Gedanken dazu gemacht haben, wie der fehlende Lüfter im Netzteil ausgeglichen wird. Der Mythos eines komplett Lüfterlosen Systems mit gängiger Hardware in einem geschlossenem Gehäuse ohne gigantische Kühlkörper an allen Wärmeverursachern ist einfach undenkbar und wird spätestens in der Praxis auch bestätigt. Irgendwo zieht die gute alte Physik einem doch den Strich durch den putativ genialen Plan.
Bild: Bunt verpackt ist zumindest jedes Gerät.
Wenn Lüfterlos dann also doch nur H2O?
Ja, irgendwie schon. Wassergekühlte-Systeme daher, weil die Wärme der wirklich warmen Komponenten nicht vor Ort, sondern gesammelt an einer anderen Stelle vom Radiator - dem Wärmetauscher - an die Luft abgegeben wird. Für ein Standard-System ist das YESICO FL420-ATX gänzlich ungeeignet, es sei denn man baut den Lüfter aus seinem jetzigen Netzteil in das Gehäuse. Dies scheint uns jedoch der Idiotie gleich - der versprochene Vorteil der "Lautlosen-Kühlung" würde so im nichts verpuffen. Setzt man jedoch tatsächlich eine Rundum-Wasserkühlung ein, wie wir sie auf einigen Abbildungen gezeigt haben, dann wird man ggf. doch mit diesem Gerät eine Erfüllung finden, wenn alle Hinweise auf Wärmeverursacher in PSU-Nähe überprüft wurden. Es muss nicht zwingend jeder MOS-FET übler heizen als der Pentium 4 selbst, immerhin gehen einige IHVs seit einiger Zeit dazu über die Schaltkreise in einzelne Phasen aufzulösen um die entstehenden Ströme besser zu verteilen und die Last auf den einzelnen MOS-FET zu vermindern. Auch ein PCB-Layout, dass sich nach den empfindlichen Elektrolyt-Kondensatoren richtet, bewirkt wahre Wunder. Prophylaktisch sollte man dennoch jeden MOS-FET, vor allem in nähe von Elektrolyt-Kondensatoren, zumindest passiv kühlen wenn nicht schon geschehen. Hat der Hersteller bereits irgend etwas drauf geklebt, empfiehlt es sich hier zu überprüfen wie die Ganze Geschichte befestigt wurde. Hier verstecken sich gerne fast 5 mm dicke Isolatoren in Form eines Wärmeleit-Pads. Unbedingt gegen Wärmeleit-Kleber wie Arctic-Silver und Konsorten tauschen! Statt die Wärme weiter zu leiten, wird hier nämlich in der Regel fast unfreiwillig komisch auf einem Punkt die Wärme konzentriert gebündelt und nach außen hin isoliert - auch eine schöne Idee eine Platine vorzeitig zu töten - was meint Ihr?
Das NorthQ Netzteil mit 140 mm Lüfter ist dagegen ein Stück Hardware, in das wir uns fast verliebt hatten, als es wir es erst wenige Minuten in den Händen hielten. Dank des außergewöhnlich großen Lüfters können theoretisch selbst dann noch gute Temperaturen ermöglicht werden, wenn die Drehzahl ganz gering ist. Die Idee: Das dabei entstehende Geräusch minimal zu halten, klingt jedenfalls vielversprechend - vielleicht genau die Richtige Taktik das Problem: "Meine Kiste heizt, soll aber dennoch leise sein", anzugehen? Die Größe ist letztendlich dann irgendwie doch entscheidend. Zwar ist es nicht sonderlich innovativ einfach einen cm mehr Radius am Lüfter-Querschnitt zu verbauen, so nutzt man aber wenigstens die vollen Maße eines ATX-PSU-Gehäuses. Also ein ganz guter Wurf? Könnte man so sagen. Es ist nicht wirklich laut, eher sehr angenehm leise und vermag selbst noch ein sehr kompaktes und dadurch sehr warmes High-End-System jenseits der 4 GHz noch ausreichend zu kühlen und das mit einer äußerst stabilen Spannungsversorgung. Wir sind angesichts des Preises von 89,90 Euro nicht ganz angetan, können jedoch getrost von einem äußerst guten Gerät sprechen, dass sein Geld - wenn es locker sitzt - wirklich wert ist. Wer auf den Preis schauen muss, der sollte sich vielleicht doch eines der günstigeren Modelle mit 120 mm Lüfter aussuchen. Wer jedoch ein High-End-System konzipiert, der sollte nicht lange herum überlegen, sondern gleich das bisschen mehr an Kleingeld veranschlagen oder gleich zu einem Energie-Monstrum wie dem hier gezeigtem Enermax-Gerät greifen. Hier lässt sich zwar nicht die geniale "Ein-Luftstrom"-Geschichte realisieren, jedoch eine Stromversorgung herstellen, die bisher von keinem anderem Gerät übertroffen wurde. SLI bzw. Crossfire, Dual-Core und mehr HDDs als man Finger an einer Hand hat, sind genau die Komponenten die ein solches Gerät benötigen.
Ansonsten gibt es noch zu sagen
Das Enermax wirklich Anerkennung ausgesprochen gehört. Mit dem hier gezeigten Gerät erreichte uns zwar kein wahrer "Coolergiant", jedoch ein "Energy- & Feature-Giant" der sich nicht verstecken braucht. Er repräsentiert stolz das Flagschiff aus der Enermax-Reihe. "Mehr geht nicht" - momentan jedenfalls. Enermax ist hierbei eine Legende die seit Jahren nicht nur in der "Hardware-Szene" einen Ruf genießt, der von anderen PSU-Herstellern seit je her angestrebt wird - Enermax steht hierbei für "Energy-Maximum" und macht dabei seinem Namen mal wieder alle Ehre. Für unser Test-System mit dem 4 GHz-Prescott direkt aus der Hölle, dem wir einen extremen Stromhunger gar nicht unterstellen müssen, schien dieses Stück Freak-Hardware wie geschaffen um weitere Takt-Rekorde in Angriff zu nehmen. Der im Vorfeld eingebrachte Verdacht, dass der Vorschub in Richtung 5 GHz von einem zu schwachen Netzteil begrenzt sei - entpuppte sich tatsächlich als wahr. Zwar stellt die Kombination aus dem genannten Intel Pentium 4, einer GeFORCE 6 um dem Rest ein hartes Stück Arbeit für das Netzteil dar, jedoch konnten wir erst mit einem Pentium 4 der 600er-Serie, der wie Eingangs erwähnt 2048 KIB statt 1024 KIB Level-2-Cache beheimatet, auch endlich unsere Kandidaten so Richtig zum schwitzen bringen. Der enorme Zusatz-Verbrauch bei gleichem Takt, der sich durch den verdoppelten On-Die-Cache ergab, war so enorm, dass die 5 Volt und vor allem auf 12 Volt Spannungsschiene erstmalig anfing ein wenig zu schwanken bzw. Korrekturen auszuführen, weil die vorgeschriebene Toleranz kritisch überquert wurde.
Vorsicht! Das heißt nicht, dass die hier gezeigten Modell der anderen Hersteller nicht in der Lage gewesen wären auch dieses System mit ausreichendem Strom zu versorgen, jedoch zeigten sich bereits hier erste kleine Schwächen, die spätestens durch den Einsatz einer zweiter Grafikkarte oder eines weiteren RAID-Verbundes wohlmöglich zum endgültigen Kollaps geführt hätten.
Bild: Volle Kraft voraus!
Demnach war das Enermax-Modell zwar für unser System nicht wirklich notwendig, da das ordentliche NorthQ-Gerät nach wie vor das System am laufen hielt, jedoch wäre es, wie bereits erwähnt, beim nächstbesten Hardware-Upgrade mit neuem Stromhunger möglich, dass unser System sich Richtung instabil hätte lenken können. In dem Moment in dem Spannungen vom Netzteil selbstständig korrigiert werden müssen, wird in der Regel, wenn keine getrennten Leistungstransistoren vorhanden sind einfach nach unten bzw. wie es in aller Regel ist, nämlich nach oben hin korrigiert und zwar auf der gesamten Spannungsschiene. Ist z.B.: Die 12 Volt Leitung am absoluten Limit und senkt sich dank horrender Belastung auf ~ 11 Volt, so wird im gleichen Moment die Spannung hochgezogen damit ein annährender Wert von 12 Volt erreicht ist und zwar auf Kosten der Restlichen Spannungsschienen. So kann es durchaus vorkommen, dass die 5 Volt Schiene auf ein Mal bei 6 Volt liegt - ein denkbar ungünstiger Zustand. Im Glücksfall schaltet das Netzteil sich selbst aus oder es wird nach dem nächsten BIOS-Post-Screen keinen Boot-Vorgang mehr zugelassen.
Im Allgemeinen können wir das Enermax-Gerät also nur jedem wahren Power-User an das Herz legen, jedenfalls wenn maximale Leistung bei noch erträglicher Wärmeentwicklung (Hoher Wirkungsgrad) gefragt ist. Es bedient einfach alle, die noch mehr Energie in Ihr System speisen wollen und bisher ggf. an gewagten Overclocking-Vorhaben gehindert waren. Die Konkurrenten wie z.B.: Das NorthQ-Gerät dagegen können überall dort punkten, wo eine möglichst hohe Luft-Fördermenge entscheidend ist und man keinen weiteren Lüfter verbauen kann aber dennoch ein möglichst leises Computer-Schaltnetzteil haben möchte. Insgesamt gesehen ist die sich aktuell am Markt befindliche Auswahl an Netzteilen - abseits unserer Kandidaten - nach wie vor bedenklich, wir hoffen jedoch mit den heute hier gezeigten Geräten einen Rundumschlag durch die Gesamte Zielgruppe zu ziehen und interessierten den richtigen Weg in jeder Gruppe mit einem möglichst hochwertigem Premium-Gerät zu weisen. Es gibt so gesehen keine wirklich klaren Sieger, jedes der hier vorgestellten Netzteile bietet ein besonderes Feature das jedoch nur durch eine Schwäche zu erkaufen ist. Das Perfekte Netzteil existiert also momentan noch nicht, es gibt nur jeweils für einen bestimmten Anwendungszweck das so gesehen beste Netzteil, dass man für einen bestimmten Preis (Passend zum restlichen System) erwerben kann. Der Besitzer einer Wasserkühlung der bereits alle Wärme erzeugenden Teile mit einem Kühlkörper versehen hat, wird sicherlich mit dem YESICO-Gerät oder gleich mit einem komplett Wassergekühlten Gerät durchaus zufrieden sein und es lieben, wenn er denn auf einen solchen massiven Leisetreter eingerichtet ist und sein System die so zusätzlich entstehende und sich stauende Wärme noch abfedern kann. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass sich eine Mischung aus beidem wohl immer als am "Besten" erweist. Dies muss jedoch jeder selbst entscheiden - all jene die diesen Weg wählen, werden wohl mit dem NorthQ-Gerät unserer Meinung nach am Besten zufrieden gestellt. Zum einem wird hier eine gute Leistung, mit einem leisen aber dennoch leistungsstarken Lüfter verbunden - keine schlechte Kombination. Was uns überraschte aber auch imponierte war, dass keines der von uns blind gewählten Modelle aus jeder Zielgruppe eine Mogelpackung darstellte. Alle Geräte lieferten vorbildliche Leistungen und konnten das einhalten was sie versprachen. Weiter so ENERMAX, NorthQ & YESICO!
Bild: "enermax.de" - Der EG-701AX-VH(W) ist ein wahrer Gigant, egal aus welcher Perspektive man ihn betrachtet.
Bild: Links der 24-Pin-Stecker im Einsatz und rechts der NorthQ-Kabelbaum gegen die Kabelchen die FORtrON mobilisiert hat - amüsanter Anblick.
Nachtrag
Bei der Fülle an Informationen die wir versuchen Euch zu vermitteln, kommt es - wie bei jedem anderem Medium - nun ein mal vor, dass auch Falsch-Informationen sich unter die Richtigen mischen. Wir danken an dieser Stelle unserem Leser Martin Eckardt (Tweakers4u.de), der einen inhaltlichen Fehler in diesem Report gefunden hat. Genauer gesagt handelt es sich um die Eingrenzung der Kompatibilität des ZALMAN VF700-Cu. Wir gingen davon aus, dass der koreanische Hersteller mit der Aussage: "Notice! Cannot be used with Matrox VGA cards and NVIDIA PCX series VGA cards", sämtliche NVIDIA PCI-Express-Grafikkarten von seiner Kompatibilitätsliste ausschließt. Das der VF700-Cu sich dennoch auf unserer NVIDIA 6600 GT (PCI-Express) montieren lies, sahen wir als Glücksfall - dem ist jedoch nicht so! Es lassen sich grundsätzlich alle Grafikkarten in Verbindung mit diesem Kühler nutzen, wenn es sich um native PCI-Express-Grafikkarten handelt. Mit "NVIDIA PCX series" sind wohl sämtliche Karten gemeint, die vom üblichen Layout abweichen so z.B.: Die "NVIDIA PCX GeFORCE 5900", die ebenfalls für den PCI-Express-Bus verkauft wird, aber eigentliche eine Karte vom Typus "AGP" mit Modulator-Bridge darstellt. Bereits erfasste Layout-Tiefflieger lassen sich auf der ZALMAN-Seite zum VF700-Cu finden.
Bild: "gigabyte.com.tw" - Keine Chance für den VF700-Cu.
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